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Die Absicherung der Unfallstelle

Ich bin berufsbedingt auf mein Auto angewiesen sowie recht viel auf deutschen Autobahnen, Bundes- und Landstraßen auf Reisen. Ich war also mal wieder auf der A 5 unterwegs. 3-spuriger Ausbau, normales Verkehrsaufkommen und sonnig-trockenes Wetter.

Es kommt ein Stück von gut 3 Kilometern stumpf gradeaus, dann leicht ansteigend eine lang gezogene Linkskurve. Also eigentlich eine völlig unproblematische Strecke. Ich bewege mich mit Reisetempo (180 in etwa) auf der linken Spur, als mir Kies und Erdbrocken sowie eine relativ neue "gefräste Rille" im Mittelstreifen direkt unterhalb der (leicht verzogenen) Leitplanken auffallen.

Ich weiß bis heute nicht, was ich gedacht habe oder ob ich einfach nur reagiert habe, auf jeden Fall kommt mir das ganze spanisch vor und ich orientiere mich vorsichtshalber mal in Richtung mittlere Spur. Das Auto neben mir (ein FAHRER!) denkt scheinbar, ich habe wohl meinen Grund für den Wechsel und nimmt den Fuß vom Gas, um mir Platz zu lassen. Kaum bin ich oben auf der Kuppe um die Kurve rum, findet sich der Grund für mein "Unwohlsein"!

Auf der linken Spur, gut 40-50 Meter vor mir, was mir bei Tempo 150 in etwa 1 Sekunde Reaktionszeit lässt, stehen zwei Damen mittleren Alters bei Ihren abgestellten Fahrzeugen und debattieren wild gestikulierend über einen beim Vorbeiflug mit 150 nicht erkennbaren Schaden an Ihren Autos ...

Ich will ja gar nicht wissen, wie man auf der Autobahn auf der linken Spur
a) auf einander fahren kann und
b) ohne dabei auch noch sichtbaren Schaden zu hinterlassen

Aber wie zum Teufel muß man gepolt sein, wenn man dann ohne jede Form der Absicherung der Unfallstelle, ohne Blick auf den heran eilenden Verkehr oder gar ohne jegliche Anstalten sich möglichst rasch aus dem Gefahrenbereich zu verkrümeln?

Und die Moral von der Geschichte?

1.) Ich habe mir im Nachhinein fast in die Hosen gemacht bei dem Gedanken, was von meinem Omega (geschweige denn von den stehenden) Autos übriggeblieben wäre, wenn ich nicht Platz nach rechts und eine Vorahnung gehabt hätte.
2.) Ich brauchte 1 Stunde länger nach Hause, weil ich viel Kaffee und viel Zeit durch drastisch reduziertes Reisetempo brauchte und
3.) habe ich bis heute ein Trauma, was diese Kurve angeht. Ich kann einfach nicht mehr auf guten Glauben mit über 120 km/h hier links fahren.

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