15 Minuten zum Ausparken

Dieser Erlebnisbericht ist wie aus einem schlechten Film.

Wir hatten in Stuttgart, Stadtmitte, ein Büro im Hinterhaus eines Wohn- und Geschäftshauses. Von unserem Büro im 1. OG aus konnten wir den ganzen Tag gemütlich den Innenhof mit unseren Parkplätzen beobachten. Im Vorderhaus wohnte u.a. eine Dame, die unser Büro putzte. Die Parkplätze im Innenhof waren zwar eng, aber nur wenn alle belegt waren. Trotzdem mit langsamer Fahrweise problemlos zu rangieren. Die Dame hatte den Stellplatz gegenüber unter dem Vordach. Dieses war mit zwei massiven Säulen gestützt. Ihr Platz lag neben einer Säule.

Nun war es ein Tag, an dem nichts los war und fast der ganze Hof leer. Lediglich mein Auto stand zwei Plätze neben ihr und drei weitere am anderen Ende des Hofes. Vor ihr also die Wand, rechts neben ihr der Pfeiler, links ein freier Platz und dahinter zwei Wagenlängen gähnende Leere bis zur nächsten Hauswand.

Geschlagene 15 Minuten rangierte die gute Frau den Opel vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück, etc. p.p. Dieses Schauspiel konnten wir mit Bauchkrämpfen vom Lachen beobachten. Es war übrigens auch eine Frau anwesend, die ebenso herzlich mit lachte.

Schließlich stellte die gute Dame den Wagen quer ab, den Kotflügel knapp am Pfeiler, an dem sie nicht vorbei kam, und holte ihren Mann. 10 Sekunden später war der Wagen fahrbereit auf der Straße vorne.

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