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Laaaaangsaaaaam

Ich stehe in Köln an der roten Ampel vor einer Kreuzung. Ein Müllwagen steht quer vor mir auf der Kreuzung und wartet darauf, dass sein Gegenverkehr die Straße frei macht, damit er links abbiegen kann. Sein Gegenverkehr ist ein einziger Kleinwagen, die Fahrerin um die 60 Jahre. Sie fährt an, man sollte besser sagen, sie rollt an, schaut sich um, rechts und links und wieder rechts und beginnt mit dem Abbiegen. Es wäre noch zu erwähnen, daß sie fast mit ihren Brüsten im Lenkrad hing, weil sie mit dem Sitz so unglaublich weit vorn saß, was wiederum die Beweglichkeit ihrer Arme erheblich einschränkte.

In kleinen cm-Schrittchen bewegte sie dann ihren Lenker, Schrittchen für Schritten für Schrittchen ... und immer noch mal schön vergewissern, ob auch kein Fußgänger oder Fahrrad kommt ... Schrittchen für Schrittchen für Schritchen ... Mittlerweile hatte ich schon längst wieder grün, konnte aber nicht fahren, weil der bedauernswerte Müllwagen ja noch vor mir stand.

Dieser eigentlich recht unspektakuläre Vorgang zog sich so unendlich lange hin, dass sowohl der Fahrer des Müllwagens, als auch ich, das ganze fassungslos und mit offenen Mündern betrachteten. Und als sich dann unsere Blicke trafen, ... löste sich unsere Fassungslosikeit in lautem Lachen. Glücklicherweise, denn andernfalls hätte mindestens einer von uns die Dame aus ihrer Karre gezogen und den Zündschlüssel in einen Gulli geworfen.

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