Immer zwei Warndreiecke mitnehmen

Es begab sich zu jener Zeit, dass ich auf einer trockenen Landstraße von meiner Arbeit nach Hause fuhr. Es war trockenes Wetter und hell. Die Gegend war sehr übersichtlich.

Ich sah einen Corsa auf einem Feldweg, der die Hauptstraße, die ich mit den erlaubten 80 km/h befuhr, kreuzte, von rechs heran kommen und fragte mich, ob der denn an der Kreuzung anhält. Deswegen hatte ich schon den Fuß vom Gas genommen. Und siehe da, der Corsa schlich mit weniger als Schrittgeschwindigkeit auf die Straße. Ein Zusammenstoß war für mich unausweichlich und ich konnte mir nur noch aussuchen, ob ich dem Corsa in die Tür oder woanders hinein fahre. Ich habe es dann durch kurzes Bremse los lassen, lenken und Bremse wieder treten geschafft, den Vorderwagen des anderen Autos zu treffen statt der Tür.

Als ich nach dem Unfall aus meinem Auto stieg, bin ich zunächst zu dem Corsa gegangen und habe mich überzeugt, dass die ältere Frau an dessen Steuer nicht verletzt war. Danach habe ich das Warndreieck aus meinem Auto geholt, um die Unfallstelle in der Richtung abzusichern, aus der ich gekommen war. Danach bin ich zum Corsa zurück, um die Frau zu bitten, mir ihr Warndreieck zu geben, damit ich die Straße in der anderen Richtung absichern konnte. Statt mir das Warndreieck zu geben, keifte mich die Frau mit den wildesten Beschimpfungen an und weigerte sich, das Warndreieck herauszurücken mit der Begründung, ich hätte ihr Auto schon zerstört und ihr Warndreieck bekomme ich nicht.

Selbst hat sie die andere Seite aber auch nicht abgesichert. Was lernen wir daraus: Immer zwei Warndreiecke mitnehmen.

Wie findest Du diesen Bericht?